
Die Basisausbildung ist das Fundament der gesamten Ausbilddung der Bergwacht Bayern. Innerhalb von 3 Jahren müssen die jungen Bergwacht-Anwärter/innen die Basisausbildung in ihrer Bergwachtbereitschaft durchlaufen. Nach einem Ausbildungsrahmenplan müssen alle Ausbildungseinheiten wie SAN- A, B, C, Klettertechnik und Sommerrettung, Skitechnik und Winterrettung, Grundlagen der Luftrettung sowie Fachwissen in Theorie und Praxis absolviert werden. Den Abschluss der Basisausbildung bildet eine Wiederholungsschulung zur Vereinheitlichung des Erlernten mit anschlie0ender Prüfung in Theorie und Praxis durch das regionale Lehrteam. Sind alle Prüfungsfächer erfolgreich bestanden, so gilt dann der Status Bergwachtmann/frau. Im aktiven Bergwachtdienst dürfen eigenverantwortlich nur Bergwachtmitglieder mit bestandener Prüfung eingesetzt werden.
Die nächste Ebene der Bergwachtausbildung ist die Weiter- und Fortbildung in der eigenen Bergwachtbereitschaft. Hier soll das Erlernte wiederholt und gefestigt werden. Aber auch Neues, für die Bereitschaft Spezifisches, wie Motorschlitten, Seilbahnrettung (Sessellift und Kabinenbahnen), Fahren mit Geländefahrzeugen und Sondersignal, Fahrzeugpflege, Medizingeräte, Frühdefi, Notarztrucksack, Rettungsmethoden in der Luftrettung, Bergretter und Notarzt, Einsatz im Katastrophenfall usw. müssen erlernt und geübt werden. Ein weiterer Schwerpunkt ist der organisatorische Ablauf innerhalb der Bereitschaft, wie Dienstbetrieb Winter und Sommer, Skiwachtdienst, Sondereinsätze und Naturschutzstreifen. Einen erheblichen Schwerpunkt stellt auch die Ausbildung zur Zusammenarbeit mit unseren Partnern der Bergwacht wie Polizei, Luftrettungsbetreiber, Rettungsleitstellen, Feuerwehren sowie mit den Land- und Wasserrettungen dar, die es ebenso zu erlernen gibt.
Die dritte Ebene ist die Ausbildung der Spezialisten und Multiplikatoren: Einsatzleiter, Ausbilder, Bergwachtarzt, SAN-Ausbilder, Lawinenhundewesen, KID (Kriseninterventionsdienst), Canyoning, Höhlenrettung, Gerätetechniker, Führungskräfte-Qualifizierung und Jugendgruppenleiter zählen derzeit zu den möglichen Spezialisierungen. Bergwachtmänner und –frauen, die im aktiven Bergwachtdienst überdurchschnittliche Leistungen und Einsatz erbringen, können als Spezialisten bzw. Multiplikatoren weitergebildet werden.